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Junge Unternehmerin mit Courage

Nominierung: Pflegeheimbetreiberin Annett Rabe ist Anwärterin für Titel «Mutmacher der Nation»

Von WLADIMIR KLESCHTSCHOW

Gröbzig/MZ. Noch nicht einmal acht Monate sind vergangen, nachdem in Gröbzig das Pflegezentrum "Fuhneaue" eröffnet wurde. Doch erste Erfolge sind da: Alle 44 Wohnplätze im Heim sind belegt. Neben diesem betriebswirtschaftlich wichtigen Kriterium stellen sich für die Betreiberin Annett Rabe nun auch sichtbare Anzeichen gesellschaftlicher Anerkennung ein. So wurde sie jetzt als Anwärterin für den Titel "Mutmacher der Nation" nominiert. Eine entsprechende Urkunde erhielt die junge Unternehmerin am Montag bei einer Feierstunde im Pflegezentrum.

Der Wettbewerb "Mutmacher der Nation" ist eine bundesweite Mittelstandsinitiative der Herausgeber des Telefonbuchs "Das Örtliche" sowie der Bürgschaftsbanken. Bei der Nominierung spielen nicht nur der wirtschaftliche Erfolg eines Kandidaten eine Rolle, sondern auch dessen Fähigkeit, Schwierigkeiten zu überwinden.

Annett Rabe ist eine der drei Kandidaten aus Sachsen-Anhalt. Einer von diesen drei wird im September für einen bundesweiten Vergleich nominiert. Im November bestimmt dann eine Jury, der auch Christian Wulff, Regierungschef von Niedersachsen, angehört, wem von den Vertretern aller Bundesländer der diesjährige Titel "Mutmacher der Nation" verliehen wird.

Die junge Betreiberin des Gröbziger Pflegeheimes ist nicht von ungefähr als Anwärterin für den Titel vorgeschlagen worden. Die junge Frau musste viel Mut und Entschlossenheit aufbringen, um ihr unternehmerisches Konzept zu verwirklichen. Schon als sie als 24-Jährige ihre Geschäftsidee, einen mobilen Pflegedienst zu gründen, bekannt gab, gab es allerhand Unkenrufe - unter anderem von Ärzten und Krankenkassen. Der Kuchen sei doch schon längst aufgeteilt, hieß es an die Adresse der Neueinsteigerin.

Der Pflegedienst lief aber gut, denn der Bedarf war da. So kam der Unternehmerin bald die Idee, ein Pflegezentrum zu eröffnen. Dafür brauchte sie erst recht viel Mut. Denn zum einen ging es um eine hohe Investition, wofür Annett Rabe einen Kredit brauchte. Zum anderen geriet sie an falsche Berater und Planer, die ihr ein zu teures Konzept unterbreiteten. "Da wäre ich mächtig auf die Schnauze gefallen", weiß sie im Nachhinein.

Selbst als Frau Rabe andere Berater fand, mit denen ein anderes, viel effektiveres Konzept zustande kam, fehlte immer noch ein Kreditgeber. Die Banken scheuten das Risiko, denn Sicherheiten hatte sie keine - nicht einmal eine Lebensversicherung. Und immerhin ging es um eine Investition von 2,7 Millionen Euro. "Ich sehe eben nicht so aus, wie man sich allgemein einen erfolgreichen Unternehmer vorstellt", lacht die 34-Jährige.

Heute kann sie darüber lachen, damals war ihr nicht danach zumute. Doch Annett Rabe gab nicht auf und hatte Glück: Die Hypovereinsbank gab ihr einen Kredit, die Bürgschaftsbank übernahm die Bürgschaft. So wurde das Pflegezentrum Ende 2005 eröffnet.

Hell und freundlich sehen die Zimmer im neuen Pflegeheim aus, hilfsbereit und fachlich versiert ist das Personal. Die Bewohner kommen nicht allein aus dem Landkreis Köthen, sondern aus Halle, Wittenberg und sogar aus Bremen. Annett Rabe ist glücklich, dass ihr Konzept aufging. "Jeden Tag, wenn ich zur Arbeit komme, hüpft mir vor Freude das Herz", sagt die junge Frau. Und lädt alle zum Tag der offenen Tür am 5. Oktober ein.

Quelle: www.mz-web.de - 21. August 2006


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